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GESCHICHTE

Eine Reise durch die Zeit

Geschichte

Der Botanische Garten der Greifswalder Universität war mit seiner Gründung im 18. Jahrhundert einer der ältesten Forschungs- und Lehrgärten in Deutschland. Er wurde im Jahr 1763 als pharmazeutisch, medizinischer Forschungsgarten gegründet. Bereits im darauf folgenden Jahr wurde er zu einem Lehrgarten erweitert und trug ab sofort den Titel hortus academicus. Damals stand der Garten noch an einer anderen, uns bekannten Stelle – zwischen dem Universitätshauptgebäude und der Stadtmauer.

 

Im 19. Jahrhundert kam es zu groß angelegten Umbauarbeiten und der Garten wurde an seinen heutigen Standort verlegt. In diesem Zuge wurden 1886 die Gewächshäuser in ihrer Grundstruktur auf einer zwei Hektar großen Fläche zwischen Grimmer- und Soldtmannstraße angesiedelt. Dieses waren das Warmhaus (Tropenhaus), das zentrales Palmenhaus und das Kalthaus (heute Cycadeenhaus).

Die Häuser bilden den Kern der mittlerweile 14 Gewächshäuser mit einer auf 1333 m² erweiterten Glasfläche, von der zwei Drittel für Besucher zugänglich sind. Sie beherbergen einen historisch gewachsenen Pflanzenbestand der inzwischen an die 7000 Arten umfasst.

 

Dieses Ensemble wurde fast 130 Jahre durchgehend genutzt und hat Bombenkrieg sowie die kampflose Übergabe der Stadt überstanden – kaum eine Gewächshausanlage in Deutschland hat eine derart lange Geschichte ununterbrochener Nutzung vorzuweisen.

Die durchgehende Nutzung hat ihre Spuren hinterlassen.

 

 Die von Hand genieteten Säulen und Verstrebungen der Häuser werden mordernen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht. Nicht nur das Alter, sondern vor allem die besondere Form des Stahls macht das Unterfangen unberechenbar, wo genau und wann das Material nachgeben würde. Daher war eine Schließung im Juni 2014 unumgänglich.

Nach langem Ringen des Fördervereins und der Universität konnte zumindest eine Übergangslösung gefunden werden: Ein inneres Gerüst sichert vorübergehend die Pflege der Pflanzen durch die Gärtner des Botanischen Gartens ab. So können weiterhin rudimentäre Aufgaben, wie zum Beispiel die Versorgung von Vorlesungen mit Materialien durchgeführt werden. Die Genehmigung für diese Art der Bewirtschaftung läuft allerdings 2016 aus.

 

 

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